Mit 15 hatte ich einen bescheidenen, aber interessierten Blick auf das Thema Fotografie geworfen. Der Juniorchef meiner Lehrfirma verschwand hin und wieder hinter einer Türe, beim Öffnen entwich der Geruch von Fotochemikalien. Eines Tages nahm ich mir den Mut, ihn zu fragen, ob er mir die Dunkelkammer zeigt. Ich sah die rote Lampe über dem Tisch, die Wannen und Behälter mit den Chemikalien, und war begeistert. Mich interessierte, wie der belichtete Film in der Dunkelkammer zu Bildern wurde. Genau das wollte ich auch können! Es ließ mich nicht mehr los. Auch wenn ich nur ganz sporadisch den Versuch machte selbst zu entwickeln, hatte mich die Fotografie dennoch in ihren Bann gezogen.

Mein Onkel, ein begeisterter N8-Filmer, der irgendwann im Sommer 1967 zu Besuch kam, spürte meine Leidenschaft und gab mir seine Kamera in die Hand, zeigte mir, wie man Filme dreht. Später, als Super 8 das Licht der Welt erblickte, rückte die Fotografie etwas in den Hintergrund, ohne sie zu vergessen. Doch eines Tages bekam ich eine Minolta XRT geschenkt, eine solide analoge Kamera, ohne die übliche Beschreibung begann ich, alle Drehschalter und Einstellungen auszuprobieren und das Ergebnis auf einen Kleinbild-Film zu bannen. Es gab keinen Autofocus oder automatische Belichtungssteuerung. Ganz zu schweigen von Hightech-Objektiven. Ich hatte nur eins – 50 mm mit üblicher Lichtstärke, doch die Bilder wurden immer besser, je mehr ich mich mit den Einstellungen der Kamera und den Motiven beschäftigte.

Auch nach einem techn. Studium und den damit verbundenen beruflichen und familiären Verpflichtungen blieb ich trotz der oft knappen Zeit dieser Leidenschaft treu und bildete mich selbst weiter. Im Laufe der Jahre entstanden unzählige Filme, Videos und Fotos. Neue Motive kamen Ende der 90er durch die Geburt unserer zwei Töchter hinzu.
Meine Technikbegeisterung führte mich zu den professionelleren Geräten, die dann auch einigermaßen erschwinglich wurden. Letztendlich führte kein Weg an den besseren Objektiven und Gerätschaften vorbei. Menschen zu porträtieren wurde zu meiner Lieblingsfotografie. Unzählige Shootings an ausgesuchten Locations oder einfach draußen im besten Studio – der Natur. Apropos Studio, natürlich wuchs auch bei mir der Wunsch nach der inszenierten Studiofotografie, und so begann ich, mir ein kleines Studio mit entsprechendem Equipment einzurichten, das ich heute für besondere individuelle und persönliche Fotografie nutze.

Neben der Fotografie blieb aber das bewegte Bild nicht auf der Strecke. In vielen Bereichen bin ich auch in der Videografie unterwegs – oft kombiniert mit Fotografie. Die Bearbeitung des Films sowie der Fotos erledige ich mit eigenem, hochwertigem Equipment, um so auch mögliche, technische Potentiale zu nutzen, die im heutigen Workflow nicht mehr wegzudenken sind.

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